Gute Schulden Schlechte Schulden

Gute Schulden – schlechte Schulden

Schulden haben häufig keinen guten Ruf. Und das meistens auch zurecht. Wer Schulden macht, „kauft” etwas, das er sich eigentlich nicht leisten kann und geht in vielen Fällen Verbindlichkeiten ein, die langfristig das zur Verfügung stehende Einkommen mindern. Und das kann im schlimmsten Fall dafür sorgen, dass wir immer mehr Schulden aufnehmen müssen, um uns unser Leben weiterhin leisten zu können. Doch es gibt auch Schulden, die besser sind als ihr Ruf: Mithilfe von wertsteigernden Schulden investieren wir in unsere Zukunft. Deshalb ist es nie eine schlechte Idee, auf sie einzugehen und sich zu informieren.

Konsumschulden sind schlechte Schulden

Bevor du dir also einen Konsumwunsch erfüllen oder eine schöne Reise gönnen möchtest, solltest du immer schauen, ob du dir das auch wirklich leisten und von deinem eigenen Geld bezahlen kannst. Kredite sind nur vermeintlich attraktiv, denn sie binden dich für lange Zeit an Verpflichtungen. Zudem schränken sie dich finanziell ein, da sie dein zur Verfügung stehendes Einkommen jeden Monat minimieren.

Übrigens: Es ist statistisch erwiesen, dass wir schneller dazu verleitet sind, neue Schulden aufzunehmen, wenn wir uns vorher schon einmal auf einen Kredit eingelassen haben. Unsere Hemmschwelle wird niedriger, da wir bei neuen Schulden nur unser bereits gelerntes Verhalten wieder aufrufen und nicht neu mit unserem schlechten Gewissen verhandeln müssen. Wer jetzt nicht aufpasst, beginnt über seine Verhältnisse zu leben und landet schnell im Schulden-Hamsterrad. Besser ist es also, erst gar keine Schulden zu machen – und wenn doch, dann sollten es im Idealfall nur gute Schulden sein.

Konsumiere nur, was du dir leisten kannst

Bevor du dir also einen Konsumwunsch erfüllen oder eine schöne Reise gönnen möchtest, solltest du immer schauen, ob du dir das auch wirklich leisten und von deinem eigenen Geld bezahlen kannst. Kredite sind nur vermeintlich attraktiv, denn sie binden dich für lange Zeit an Verpflichtungen. Zudem schränken sie dich finanziell ein, da sie dein zur Verfügung stehendes Einkommen jeden Monat minimieren.

Übrigens: Es ist statistisch erwiesen, dass wir schneller dazu verleitet sind, neue Schulden aufzunehmen, wenn wir uns vorher schon einmal auf einen Kredit eingelassen haben. Unsere Hemmschwelle wird niedriger, da wir bei neuen Schulden nur unser bereits gelerntes Verhalten wieder aufrufen und nicht neu mit unserem schlechten Gewissen verhandeln müssen. Wer jetzt nicht aufpasst, beginnt über seine Verhältnisse zu leben und landet schnell im Schulden-Hamsterrad. Besser ist es also, erst gar keine Schulden zu machen – und wenn doch, dann sollten es im Idealfall nur gute Schulden sein.

Geld vermehren mit guten Schulden

Gute Schulden sind die Schulden, mit denen du in Zukunft einen Wert generieren kannst. Du verschuldest dich also, um dein Vermögen perspektivisch mit diesen Schulden zu erhöhen.

Das beste Beispiel hierfür ist der Kauf einer Maschine, die ein Unternehmer benötigt, um seine Produkte herzustellen. Natürlich finanziert er diese Anschaffung über einen Kredit. Durch den Verkauf der Produkte zahlt sich die Maschine allerdings mit der Zeit selbst ab und wird dann auch irgendwann Gewinne erzielen – also einen Wert generieren.

Auch beim Kauf von Aktien auf Kredit würden von der Sache her gute Schulden entstehen, wenn auch mit einem nicht zu unterschätzenden Risiko. Natürlich sind wir beim Kauf von Aktien (egal ob mit oder ohne Kredit) auch immer vom Erfolg des jeweiligen Unternehmens abhängig. Allerdings ist dies bei Wertpapierkäufen auf Kredit deutlich höher, da wir nicht nur unser eigenes Erspartes riskieren. Bricht der Kurs ein oder das Unternehmen geht insolvent, tragen wir das Risiko und müssen trotzdem den ursprünglich angesetzten Kreditbetrag abbezahlen. Daher sollte man nie Wertpapiere auf Kredit kaufen, insbesondere nicht wenn man kein Profibörsenhändler ist.

Sinnvoller wäre die Investition in sich selbst, also in zielgerichtete und sinnvolle (Weiter-)Bildungen, die den eigenen Wert erhöhen. Wichtig ist hierbei, dass das vermittelte Wissen direkt praktische Anwendung findet und sich im Job zum Beispiel bei der nächsten Gehaltsverhandlung oder auch bei der beruflichen Neuorientierung bemerkbar macht.

Und dann gibt es noch die Immobilien…

Den Kauf von Immobilien kann man nicht so einfach den guten oder schlechten Schulden zuordnen. Hier kommt es auf den Einzelfall an.

Sofern du die Immobilie vermietest, zählt der durch einen Kredit finanzierte Kauf zu den guten Schulden. In diesem Fall zahlt der Mieter durch seine monatlichen Überweisungen deine Schuld ab. Nach einiger Zeit generieren deine Mieteinnahmen auch hier einen zusätzlichen Wert, der dein Vermögen wachsen lässt. Auch Instandhaltungskosten kannst du über die Mieteinnahmen abdecken, ohne selbst zusätzlich investieren zu müssen.

Vorsicht ist jedoch geboten bei einer Immobilie, die du selbst nutzt – denn hierbei handelt es sich nicht um einen ertragsorientierten Kauf. Natürlich sparst du die Kosten für deine Miete, allerdings musst du auch regelmäßig investieren, um den Wert deines Hauses oder deiner Wohnung zu erhalten. Irgendwann müssen Fenster und Heizkörper erneuert werden oder andere (nicht) vorhersehbare Ausgaben kommen auf dich zu – und das manchmal schneller als dir lieb ist.

Darüber hinaus bestimmt natürlich der Markt den Wert deiner Immobilie. Das ist immer genau so viel, wie ein potenzieller Käufer bereit ist, zu zahlen. Möchtest du deine Immobilie also mindestens ohne Verlust verkaufen? Dann musst du erst einmal jemanden finden, der dein Haus genauso wie es ist, auch haben möchte. In solchen Fällen kann es schnell passieren, dass deine Immobilienschulden zu schlechten Schulden werden, denn du zahlst in Summe drauf. Daher achte darauf, dass du – wenn überhaupt – nur gute Schulden machst, die nachhaltig einen Wert generieren und dein Vermögen steigern.

Keine Schulden sind die besten Schulden

Zu guter Letzt: Im Großen und Ganzen sind keine Schulden natürlich immer noch die besten Schulden. Denn so laufen wir nicht Gefahr, uns auf schlechte Schulden einlassen zu müssen oder der Bank die viel zu hohen Zinsen für die Nutzung des Dispo-Kredits zu zahlen. 

Genau an dieser Stelle setzt auch der Priolismus an: Indem wir unsere Prioritäten festlegen, nicht unnötig konsumieren und für die Dinge, die wir uns leisten wollen, sparen – vermeiden wir es, uns besonders auf Konsumschulden einlassen zu müssen.
Stattdessen finden wir andere Lösungen: Wenn uns das Reisen wichtig ist, dann sparen wir für die nächste große Reise und verzichten auf den neuen Fernseher. Denn eigentlich tut es der aktuelle ja noch ganz gut.