Better together! Wie gute Teams entstehen

Was ein gutes Team ausmacht

Mitarbeiter, die sich ergänzen und gut zusammenarbeiten, die kreative Höchstleistungen erbringen, sich gegenseitig motivieren und beste Ergebnisse erzielen – das wünscht sich wohl jeder Manager. Leider sieht die Realität oft anders aus. Nicht enden wollende Meetings, Konflikte, Ellbogenmentalität – das sorgt für Unmut im Büro und blockiert wichtige Schritte, um voranzukommen. Woran liegt das? Und: Gibt es ein Geheimrezept, das Teams erfolgreich macht?

Wir leben in einer Zeit, in der das Individuum immer wichtiger wird – Erfolgsdruck und Selbstoptimierung sind hier nur einige Stichworte. Im Arbeitsalltag ist dagegen vor allem Kooperation gefragt. Hinzu kommt der digitale Wandel, der agile Projektmanagementmethoden wie Scrum auf den Plan rückt: Teamleader wollen, dass ihre Teams möglichst eigenständig und eigenverantwortlich agieren. Mitarbeiter aber wollen sich vor allem wohl fühlen. Und Führungskräfte? Die brauchen Ergebnisse in hoher Qualität. Hier einen Mittelweg zu finden, ist nicht immer ganz einfach. Aber möglich.

Mehr Freiheit heißt nicht frei von Regeln

Nicht zu unterschätzen bei all der Autonomie: Menschen brauchen Sicherheit, Klarheit und Orientierung. Je unabhängiger Teams arbeiten, desto wichtiger ist es, dass alle an einem Strang ziehen. Das erfordert Planung – und eine Strategie.

 

Mein Tipp dazu: Teams, die gemeinsam ein Zielbild erarbeitet haben, fällt es schlichtweg leichter, sich damit zu identifizieren. Die Sinnhaftigkeit hinter der Vision, den Zielen und Projekten spielt eine große Rolle. Ist es den Mitarbeitern persönlich wichtig, dass das Unternehmen weiterkommt? Sehen Sie eine Relevanz hinter den Aufgaben?

 

Wichtig ist auch, Klarheit bezüglich der Verantwortlichkeiten zu schaffen. Wer entscheidet was – und wie? Wenn die Antworten nicht jedem klar sind, kann es schnell passieren, dass bestimmte Personen sich alles auf den Tisch ziehen und andere untergehen. Das sorgt nicht gerade für ein gutes Klima.

 

Kritiker weisen in diesem Zusammenhang immer wieder auf den „Ringelmann-Effekt“ hin, der besagt, dass sich einige Menschen in Gruppen zurückziehen und abwarten, ob nicht ein anderer die Aufgabe erledigt. Das alles passiert ganz unbewusst. Aber es passiert.

 

Wie also kann sichergestellt werden, dass jeder Mitarbeiter auch im Team sein volles Potenzial entfalten kann?

Vertrauen als A und O

Vertrauen und Offenheit stehen im Mittelpunkt für eine gute Zusammenarbeit. Gerade Führungskräfte kommt an dieser Stelle eine wichtige Vorbildfunktion zu: Was sie vorleben, wird nachgemacht – nicht umgekehrt.

 

Ist die Atmosphäre frei von Angst und angereichert mit Mut, Spaß und Transparenz, können Mitarbeiter ihre Stärken und Fähigkeiten besser einsetzen und haben weniger Furcht davor, Fehler zu machen. Eine gute Fehlerkultur ist deshalb ein wichtiger Erfolgsfaktor – gerade in Zeiten, in denen schnelles Handeln gefragt ist.

Was hilft?

Auch mal Verletzlichkeit zeigen, offen mit den eigenen Schwächen und Konflikten umgehen, damit jeder im Team das eigene Tun besser nachvollziehen kann. Wer immer das Gefühl hat, stark sein zu müssen, Hilfe nicht annehmen zu dürfen und jede Idee erst in den Raum werfen zu dürfen, wenn sie komplett ausgefeilt ist, baut sich seine eigene Falle aus Druck auf – und landet nicht selten im Burnout.

 

Auch Verlässlichkeit spielt eine wesentliche Rolle: Nur wer sicher ist, dass die Arbeit gut und rechtzeitig geliefert wird, kann sich fallen lassen und Aufgaben abgeben, ohne in einen Kontroll-Modus zu verfallen.

 

Dafür müssen natürlich Informationen fließen: Kontinuierliches Abstimmen und Feedback sind von zentraler Bedeutung auch bei einem Maximum an Unabhängigkeit. Denn niemand will komplett sich selbst überlassen werden. Wir brauchen einen Rahmen, an dem wir uns orientieren können, die Gewissheit, etwas zu bewirken – und auch Lob.

Was Manager tun können

Als Manager kommt Ihnen eine ganz besondere Rolle zu: Sie stärken und fördern Ihr Team, lösen Konflikte, ermöglichen eine offene Kommunikation und bilden so die Basis für gute Teamarbeit, in der auch das Individuum nicht zu kurz kommt.

 

Sprechen Sie dafür mit den einzelnen Mitarbeitern. Schlagen Sie Maßnahmen vor, geben Sie Ideen und Struktur, klären Sie Verantwortlichkeiten, setzen Sie Spielregeln und sorgen Sie für einen tieferen Sinn hinter dem Ganzen.

 

Empathie ist essenziell, faire Rahmenbedingungen sind es auch. Jeder Mitarbeiter sollte das Gefühl bekommen, dass die eigene Arbeit wertvoll und wichtig ist – nicht nur für das Team, sondern auch für das gesamte Unternehmen und für die eigene Entwicklung.

 

Die Erfolge werden Sie schon bald spüren: Verantwortungsbereitschaft und Bindung an das Unternehmen wachsen, Kündigungen und Unzufriedenheiten werden geringer. Das zahlt sich natürlich auch wirtschaftlich aus.

Was macht Ihr Team aus?

Um zu überprüfen, wie erfolgreich Ihr Team zusammenarbeitet, können Sie folgende Fragen beantworten:

 

  • Gibt es gemeinsame Ziele und Werte?
  • Herrscht ein Wir-Gefühl?
  • Wie stark ist das Vertrauen im Team?
  • Entscheidet das Team bereits selbstständig?
  • Organisieren sich die Teams selbst und teilen Aufgaben sinnvoll auf?
  • Sind Verantwortlichkeiten klar?
  • Wie wird mit Fehlern umgegangen?
  • Findet regelmäßig ein Erfahrungs- und Wissensaustausch statt?
  • Wie transparent ist der Informationsaustausch bzw. wie werden Informationen weitergegeben?
  • Gibt es Feedbackrunden?
  • Sind die einzelnen Mitarbeiter zufrieden und motiviert oder geht Individualität verloren?
 

Wie stärken Sie das Wir-Gefühl in Ihren Teams?

Das Wichtigste in Kürze

Bleiben Sie auf dem Laufenden.

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