Agilität im Employer Branding? Ein attraktiver Faktor!

Agilität im Employer Branding

Unternehmen ringen heute um die „High Potentials“ – also Fachkräfte, die dem digitalen Wandel ordentlich Aufwind verleihen. Als attraktiver Arbeitgeber zu gelten, ist dafür unerlässlich. Je positiver das Bild eines Unternehmens in der Öffentlichkeit, desto besser. Deshalb gewinnt gutes, mitarbeiterorientiertes Marketing im Personalwesen immer mehr an Bedeutung. Doch was genau ist überhaupt „Employer Branding“, und was hat das mit Agilität zu tun?

Viel, um es vorweg zu nehmen. Aber beginnen wir mit der Frage, was einen attraktiven Arbeitgeber heutzutage über ausmacht: Die meisten Arbeitnehmer wünschen sich heute, dass ihre Bedürfnisse und Wünsche im Unternehmen ernst genommen werden, dass sie Fehler machen dürfen, sich ausprobieren, kreativ sein und sich weiterentwickeln können. Ganz ohne Angst und Druck im Nacken. Kurzum: Sie wünschen sich einen Job, in dem es um mehr geht als Bilanzen und nackte Zahlen, sondern um Menschlichkeit.

Herrscht ein angenehmes Klima voller Wertschätzung, kommt es weitaus seltener zu Fehlzeiten. Die Produktivität steigt, innovative Lösungen werden entwickelt – und das deutlich schneller, als mit starren Arbeitsabläufen oder strengen Hierarchien. Denn „schnell“ und „innovativ“ sind die wohl wichtigsten Voraussetzungen, um mit der Geschwindigkeit und Komplexität des digitalen Wandels Schritt zu halten. Doch wie schaffen es Unternehmen, eine solche Arbeitsatmosphäre zu kreieren?

Thinking outside the box! Bringen wir Agilität ins Spiel...

Es braucht ein neues Verständnis in puncto Management. Weg vom Kontrolleur, hin zum Begleiter, zum Förderer und Ermöglicher. Entscheider sind nämlich die Teams selbst. Das heißt, jedes Team bekommt in einem gewissen Handlungsspielraum die volle Verantwortung übertragen und darf selbstständig Lösungen entwickeln. Langwierige Kontrollwege fallen dadurch ebenso weg wie Kompetenz-Begrenzungen, was wiederum zu kreativen Höchstleistungen motiviert – also genau das, was Unternehmen in Zeiten der digitalen Transformation dringend benötigen.

Damit das funktioniert, braucht es Freiheit, eine Atmosphäre voller Vertrauen, gute Rahmenbedingungen und natürlich die richtigen Mitarbeiter. Denn Teams müssen in der Lage sein, sich selbst zu organisieren. Dafür ist das Management mitverantwortlich, indem es Visionen lebt, Vorbild ist, auf Augenhöhe kommuniziert und einen Raum schafft, der Innovation und vor allem Identifikation ermöglicht. All das fängt – wenn es gut läuft – direkt beim Recruiting an.

... und packen Employer Branding oben drauf.

Wer als Bewerber von agilen Projektmanagementmethoden wie Scrum hört, ist schnell angetan. Daneben spielen Entwicklungsmöglichkeiten, gute Bezahlung, Benefits und Sicherheit in Form von unbefristeten Verträgen bei größtmöglicher Flexibilität in Bezug auf Arbeitszeit und -ort eine große Rolle für die Fachkräfte von Morgen.

Und: Am besten wissen potentielle Mitarbeiter noch vor ihrer Bewerbung, was den potenziellen Arbeitgeber ausmacht, was sie erwarten können und wie ihr Job vermutlich aussieht. Denn der firmeneigene Internetauftritt und Botschaften auf den verschiedenen Kanälen lassen darauf schließen, wie gearbeitet wird. Heißt: Wer frech wirbt, sollte auch auf unkonventionelle Arbeitsweisen setzen, auf Mut, auf Querdenken – und genau das fördern.

Die Art der Darstellung im Bereich Recruiting ist dabei genauso wichtig wie der richtige Kanal: Social Media Plattformen wie Instagram oder Xing sind für junge Talente heute das Medium der Wahl. Das Inserat sollte also zur Zielgruppe passen, Identifikationen ermöglichen und ihre Aufmerksamkeit wecken. Dazu gehört auch, nicht zu fordern, sondern Werte, Freiheit und Sinn anzubieten. Denn: Gefragte Fachkräfte sind schneller weg vom Markt, als Recruiter gucken können.

Mein Rat: Flexibilität und Wertschätzung

Bewerber wie Mitarbeiter wollen ernst genommen werden. Fragen Sie nach, geben Sie Feedback, gehen Sie auf Wünsche und Bedürfnisse ein – und zwar ganz individuell. Dem einen ist Geld wichtig, dem anderen flexiblere Wochenstunden, der andere braucht mehr Urlaub. Sich als Arbeitgeber stets auf veränderte Bedürfnisse der Mitarbeiter einzulassen, so wie auch von ihnen höchste Flexibilität erwartet wird, das ist Agilität im Bereich Personalführung. Und wer es schafft, genau das schon beim Recruiting zu vermitteln, wird im Kampf um engagierte Mitarbeiter gewinnen.

Was tun Sie in ihrem Unternehme und junge Talente zu gewinnen?

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